Zu Hause entbinden... in Das Väterforum, Eltern & Erziehung

07.05.2010 08:18
Claudius (Gemeinschafts-HerzenGemeinschafts-HerzenGemeinschafts-HerzenGemeinschafts-HerzenGemeinschafts-Herzen1308)
Hamburg, 35 Jahre
männlich, keine Kinder

Administrator

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Hallo,
ich stelle mir gerade folgende Frage: Wie ist das, zu Hause zu entbinden? Ich kann mir das so wenig vorstellen wie das wäre. Macht das Sinn? Hat von Euch jemand schon eine Hausgeburt erlebt?
Danke für Eure Eindrücke!
07.05.2010 18:12
Beckana (Gemeinschafts-Herzen)
Mannheim, 40 Jahre
weiblich, 2 Kinder (3 Jahre und 6 Jahre)
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Ich hatte eine geplant, wir mussten jedoch abrechen, weil ich nach Blasensprung keine Wehen bekam. Zum Glück hatte ich gut vorgesorgt und eine Beleghebamme in einer supertollen Klinik. Es wurde trotz Klinik eine Traumgeburt!

Dwer Start zu Hause hat mir gut getan, ich bin sehr schön zur Ruhe gekommen, konnte es entspannt angehen. Wir hatten sogar einen Geburtspool bestellt :-)

Ich kann jedem nur raten sich zum Thema Hausgeburt zu informieren. Geburt und Stillen von Odent und vor allem: Die selbstbestimmte Geburt von Ina May Gaskin sind tolle Bücher. Es macht sehr viel Sinn, da die Wahrung de Privatsphäre zu Hause der Mutter die Geburt sehr erleichtern kann und viele Komplikationn so von Anfang an vermieden werden. (Wer hat beispielsweise noch nicht von Wehen gehört, die mit der Ankunft im KH wie weggeblasen waren....) und es ist sooo streßfrei wenn man sich dann gleich in sein Bett kuscheln kann. Wir sind am späten Abend noch nach Hause gefahren nach der Geburt und das war echt unschön. (Dableiben wollte ich aber auch nicht ;-) )

In Holland zum Beispiel werden die meisten Kinder zu Hause geboren es ist also keineswegs per se gefährlicher oder so.
10.05.2010 12:53
Nicola (Gemeinschafts-HerzenGemeinschafts-HerzenGemeinschafts-HerzenGemeinschafts-Herzen770)
Heidelberg, 35 Jahre
weiblich, 2 Kinder (3 Jahre und 7 Monate)
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Meinst du, wie das für die Männer ist? - du fragst ja im Väterforum...
10.05.2010 20:23
Beckana (Gemeinschafts-Herzen)
Mannheim, 40 Jahre
weiblich, 2 Kinder (3 Jahre und 6 Jahre)
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*kicher* ja, das hatte mich auch gewundert ;-)
11.05.2010 19:37
Claudius (Gemeinschafts-HerzenGemeinschafts-HerzenGemeinschafts-HerzenGemeinschafts-HerzenGemeinschafts-Herzen1308)
Hamburg, 35 Jahre
männlich, keine Kinder

Administrator

Beigetreten: 04.10.09
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Klar, viele Vaeter machen sich sehr viele Gedanken und wollen soetwas wissen. Man fuehlt sich als Mann ja sehr verantwortlich fuer das Wohlergehen seiner Frau und seines Kindes. Wuerde mich schon interessieren was die Vaeter hier denken.... Allerdings sind Frauen auch sehr willkommen ihre Eindruecke im Vaeterforum zu schildern. Ist mindestens genauso interessant...
Liebe Gruesse
10.06.2010 19:33
ellalouis (Gemeinschafts-Herzen)
München, 33 Jahre
weiblich, 2 Kinder (4 Jahre und 23 Monate)
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Hallo - bin "nur" die mami, aber vielleicht werd ich nachher mal meinen mann noch interviewen und davon was schreiben.
wir haben zwei kinder - beide zu hause entbunden, im wasser, beides mal so geplant und ich wuerde es auf keinen fall anders aben wollen.
nur muss ich dazu sagen: das ALLERwichtigste ist eine wirklich faehige hebamme. hatten wir beim ersten mal nicht und damit ging es mir nicht gut. aber die geburten waren beides mal ein traum und die kinder wirklich proper und munter. kann nur jeden dazu ermutigen!! gerne fragen bei bedarf!! gruesse!
21.10.2010 18:27
Madewithlove (Gemeinschafts-Herzen)
Taunusstein, 30 Jahre
weiblich, 2 Kinder (4 Jahre und 2 Jahre)
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Anzahl Beiträge: 13
warum sollte eine Hausgeburt denn keinen sinn machen? ein geburtenhaus ist aehnlich der hausgeburt, nur man macht hinterher nicht sauber ;) im ende ist die geburt an sich doch das natuerlichste der welt.. frauen koennen gebaeren, keine frage. jedoch unterliegt die natuerlichkeit der sache vielen aeusseren einfluessen etc.
und nur weil man heute mit PDA und wehentropf das program auffahren kann, heisst es noch lang nicht, dass diese geburten sicher und einfach sind ;)
ich bin fuer hausgeburten.. aber ich arbeite auch in diesem bereich und hab da etwas mehr hintergrund wissen & erfahrung.

gruesse
12.01.2011 11:19
languageunites (Gemeinschafts-Herzen)
Elztal, 46 Jahre
weiblich, 5 Kinder (6 Jahre, 15 Jahre, 21 Jahre, 19 Jahre und 23 Jahre)
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Anzahl Beiträge: 4
Hallo an Alle,

ich bin Mutter von fünf Kiddies, meine ersten drei Mädels habe ich in einem Geburtshaus bekommen, wobei ich bei einer Tochter mitten in der Geburt in die Uniklinik musste, weil die Herztöne ausblieben und es nicht sicher war ob es sich die Nabelschnur um den Hals gelegt hatte.
Mein viertes Kind, aus zweiter Ehe, habe ich dann zuhause bekommen. Gewünscht habe ich mir das schon immer, aber meinem ersten Ehemann war dass zu unsicher.
Der Mann muss natürlich dahinter stehen sonst sind Verunsicherungen vorprogrammiert.
Es war die einfachste und schnellste Geburt obwohl es mein gröstes und schwerstes Kind war. Bei fünften Kind wäre ich auch gerne zuhause geblieben, doch meinem jetzigen Freund war das auch zu unsicher. Leider sind wir in die Klinik gefahren und ich habe ihn im Aufnahmeraum geboren, da die Betten nicht gerichtet waren.
Naja, ich kann nur sagen - eine Hausgeburt ist was ganz, ganz tolles. Vielleicht nicht bei der allerersten Geburt - weil wir doch sehr unsicher sind, aber dann...
Wie sich die Eltern eine Geburt vorstellen, so sollte es auch sein - denn man sollte sich dabei sicher und wohl fühlen - es ist eben eine sehr individuelle Entscheidung
lG,
Denise
17.01.2011 15:14
stefan (Gemeinschafts-HerzenGemeinschafts-HerzenGemeinschafts-Herzen459)
Heidelberg, 37 Jahre
männlich, 2 Kinder (3 Jahre und 7 Monate)

Administrator

Beigetreten: 14.09.09
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Anzahl Beiträge: 11
Nun will ich doch auch als Vater einmal meine Erfahrung hier kund tun: Meine Frau wollte bei unserem ersten Kind zu hause entbinden, was für mich erst einmal auf innerlichen Widerstand stieß. Nachdem ich mich mit dem Thema beschäftigt hatte (in Holland kommen wohl ein Drittel aller Kinder daheim zur Welt) und wir auch echt tolle Hebammen an der Seite hatten, habe ich Vertrauen gewonnen und stehe nun voll und ganz dahinter. Im Endeffekt mussten wir dann doch nach einem intensiven 24-stündigen Geburtsbeginn zu hause in eine Klinik, weil es nicht weiter vorwärts ging. Aber wir werden es bei unserem zweiten Kind auch wieder daheim versuchen - ist einfach viel entspannter und vertrauter.

Wichtig finde ich, dass alle Beteiligten dahinter stehen und wichtig finde ich auch, dass eine Klinik als Ausweichfall schnell erreichbar ist.

Liebe Grüße und viel Mut

Euer Stefan
27.10.2011 21:56
Mackalay (Gemeinschafts-HerzenGemeinschafts-Herzen288)
München, 36 Jahre
weiblich, 1 Kind (2 Jahre)
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Anzahl Beiträge: 8
Hi! ich schreibe hier was mein Mann immer zu unserer Erfahrung mit Hausgeburt erzählt:
" Das ist top bequem für den Mann! Während kann man sich einen Kaffee, eine Pause machen wann man will, auf eigenen Sofa, kann man in Pijama bleiben, hat man nur eine Ansprechpartner: die Hebamme und muss man ihr nicht ständig hinterher laufen weil sie 3-4 Geburt gleichzeitig betreuut. Sie ist nur für uns da! das ist Luxus pur! danach braucht man nicht ständig zwischen Zuhause und Klinik rennen, Sachen mitbringen, getrennt sein von Kind und Mutter und ganz allein ins Bett gehen. Man ist bei seinen Liebsten die ganze Zeit! Das ist kostbar!"
Und er war von Anfang an sehr skeptisch und ängstlich, aber die alte, bayerische Hebamme hatte IHN auch sehr gut betreut die ganze schwangerschaft lang, so dass er sehr entspannt und vertrauensvoll diese erste Geburt erlebt hat. Jetzt sind wir wieder schwanger und hoffen sehr, dass uns noch so ein LuxusGeburt geschenkt wird!