Aus nach dem ersten Kind? in Partnerschaft, Beziehungen, Ehe, Eltern & Erziehung

07.05.2010 08:25
Claudius (Gemeinschafts-HerzenGemeinschafts-HerzenGemeinschafts-HerzenGemeinschafts-HerzenGemeinschafts-Herzen1353)
Hamburg, 37 Jahre
männlich, 1 Kind (14 Monate)

Administrator

Beigetreten: 04.10.09
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Hallo,
ich höre so oft, dass Paare sich nach der Geburt des ersten Kindes auseinanderleben. Geht Euch das auch so? Woran liegt das? Und am wichtigsten: Was kann man dagegen tun? Oder ist das Quatsch?
Danke für Eure Tips!
25.06.2010 12:23
Powerfrau (Gemeinschafts-Herzen)
, 40 Jahre
weiblich, 2 Kinder (8 Jahre und 6 Jahre)
Beigetreten: 17.06.10
Anzahl Themen: 1
Anzahl Beiträge: 23
Hallo Claudius,

ja Tipps zu geben ist immer schwierig. Ich persönlich habe die Erfahrung nicht unbedingt gemacht oder nur teilweise. Mannchmal komme auch ich mir eher vor wie so ein alteingesessenen Ehepaar. Da wir halt auch niemanden haben wo wir mal die Kinder hin tun können. Jeder geht so seiner Wege. ich kümmere mich um dei Kinder, er hatte viel im Geschäft um die Ohren. Wir machen zwar sehr viel als Familie, aber als Paar sehr wenig. Das ist eigentlich supoptimal. Aber wir arbeiten dran. Ich denke man darf sich das Leben heutzutage auch nicht mehr so einfach machen und sagen Schluss aus vorbei. Schließlich hat man sich ja mal geliebt oder tut es immer noch. Jeder muss halt an sich arbeiten. Ich denke einfach feste Rituale einführen für sich als Paar wie Freitag abend ein gemeinsames Essen. Jeder bekocht abwechselnd den anderen oder irgend etwas einfaches, woran der Partner erkennen kann, das man ihn noch liebt. Oder auch mal alleine wegfahren mit Freunden. Belebt jede Beziehung. Man erkennt oft aus der Distanz was man am anderen hat. Spreche aus eigener Erfahrung. Gruß Powerfrau
10.09.2011 21:57
YasinsMama (Gemeinschafts-Herzen)
Edingen-Neckarhausen, 27 Jahre
weiblich, 1 Kind (5 Jahre)
Beigetreten: 10.09.11
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Anzahl Beiträge: 3
Hallo Claudius,

den einzigen Tipp den ich geben kann, weil wir ihn selbst beherzigen ist der, dass man nicht vergessen darf auch an sich selbst und seinen Partner zu denken. Natürlich will man alles für sein Kind tun, sich gerade zu aufopfern. Ist auch ok, bis zu einem gewissen Punkt.
Wir machen es so, dass wir uns abwechseln mit dem Ausgehen. Mal gehe ich aus, wenn auch nur zu einer Freundin und er ist bei unserem Sohn. Oder ich bleibe zu Hause und er geht aus. Was aber auch ganz wichtig ist, sind Unternehmungen als Paar. Schließlich ist man auch noch Mann und Frau, nicht nur Vater und Mutter. Da ist es natürlich gut, wenn jemand da ist der ab und an nach dem Nachwuchs schauen kann. Meist ist das auch wenn die eigene Familie nicht in unmittelbarer Nähe ist, nicht so schwierig wie angenommen. Man kann sich z.B. ruhig trauen Angebote von Freunden/ guten Bekannten anzunehmen. ;-)
Lieben Gruß YasinsMama
13.09.2011 19:19
finnlennart (Gemeinschafts-Herzen)
München, 38 Jahre
weiblich, 1 Kind (5 Jahre)
Beigetreten: 19.08.11
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Anzahl Beiträge: 2
Ja, bei mir war das leider so. Kurz nach Finns 1.Geburtstag und meiner Rückkehr in den Job war, unterbreitete mir mein EX, dass er noch nie im Leben so unglücklich war.
Okay...als ich schwanger wurde, kannten wir uns erst ein halbes Jahr. Vielleicht passten wir nicht zusammen...die Kennenlernphase war ob zweier Schicksalsschläge nicht leicht und unbeschwert und dann bin ich plötzlich schwanger...
Ich fühlte mich nach der Geburt (Kaiserschnitt) nicht wohl in meinem Körper, wir hatten keinen Sex, der Kleine nervte IHN...wir lebten wie in einer WG...wir hatten hier keine Familie, die uns den Kleinen mal hätten abnehmen können...ich hatte großen Negativ-Stress/Psycho-Krieg mit meiner Chefin, war deswegen häufig negativ gestimmt.
Das kam bei IHM nicht gut an.
Bei einer Arbeitskollegin fand er dann Trost und ich zog mit dem Kleinen aus.
Seitdem wohnen wir allein, haben aber harmonischen Kontakt zum Vater.
Mein Tipp: viel Reden, Verständnis haben (Männer müssen plötzlich Verantwortung übernehmen. Das macht viele panisch), eigene Interessen verfolgen/nicht nur noch Mama sein, Babysitter nehmen und als Paar etwas unternehmen!!! Ja, das ist es wohl: man muss PAAR bleiben und nicht zu Mami & Papi werden.
Das wars von mir...vielleicht ist jemand in einer ähnlichen Situation und hat Tipps gegen die Traurigkeit?
LG M.
okay...ist etwas am Thema vorbei, weil es ja "NUR" ums auseinanderleben ging. aber auseinandergelebt haben wir uns natürlich vor der trennung ;-)
02.08.2012 14:40
nani_und_enya (Gemeinschafts-Herzen93)
Hamburg, 36 Jahre
weiblich, 1 Kind (3 Jahre)
Beigetreten: 02.08.12
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Anzahl Beiträge: 1
Hallo,

hm, bei uns war es etwas prompter. Kurz nachdem ich schwanger wurde, ging das Drama eigentlich schon los. Wir blieben zusammen wohnen bis unsere Kleine ein Jahr alt wurde. Heute wohnt er einsam da, wo mein Herz zuhause ist und ich wohne glücklich mit meiner Tochter in Hamburg. Ich genieße sie jeden Tag. Und auch wenn meine Welt manchmal Kopf steht und ich manchmal nicht weiß, wo mir der Kopf steht... ich bin froh, gegangen und von null angefangen zu haben.

Tipp an alle Männer: Geht mal 'ne Stunde früher nach Hause. Und erwartet dann nicht, dass SIE alles fertig hat und Euch um den Bart geht, sondern schickt sie für ne Stunde ins Bad. Damit sie sich mal um sich selbst kümmern kann. Luft holen kann ohne die ganze Zeit auf Babygeschrei lauschen zu müssen...

Ich denke, was viele unterschätzen (so ich zumindest) ist, wie extrem sich die Welt für die Frau verändert. Jung dynamisch, selbständig, erfolgreich, immer unterwegs, eine Welt voller Freunde... und dann: nicht kurz mal Auszeit... nein: auf Monate isoliert, abhängig, fremdgesteuert, Futterstation, unter- und überfordert gleichzeitig... wenn das ohne Aussicht auf Pausen passiert, fängt man an, sich die Pausen zu erzwingen. Ich hab ab Mittag seinen Feierabend so herbeigesehnt, damit ich mal fünf Minuten mich für mich haben kann, dass ich ihm das Baby "übergeben" hab als er kaum zur Tür rein war.
Und wenn Mann im Juni versucht, Mitleid oder Verständnis zu bekommen, weil ER ja in diesem Jahr noch gar keinen Urlaub hatte... kann das echt nach hinten losgehen.


Und ewig kuscheln und stillen nicht wenn ich Lust drauf hab sondern wie gesagt fremdgesteuert, befriedigte nicht nur meinen Bedarf an Nähe sondern hat mich so satt gemacht, dass ich abends lieber meinen Körper für mich haben und meine Pausen in Ruhe verbringen wollte. Das ändert sich nach dem Abstillen. Aber: Da waren wir nicht mehr zusammen...

Es heißt ja, dass man die Fehler aus der Entfernung besser sieht... Ich seh sie nach zwei Jahren... Vielleicht lernt Ihr ja aus meinen.

Nicht kurz vorher umziehen! Ihr braucht Eure Freunde!
Sichert Euch den Job "danach" ab... Perspektive ist zum Durchhalten wichtig
Redet über Geld... Schreibt die Regelungen am besten auf.
Genauso Elternzeit... macht er welche? Auch ohne Euch? Oder nur die tollen zwei Monate "Familienurlaub"? Die Frage ist viel wichtiger, als die, ob er bei der Geburt dabei ist...

Liebe Grüße

Nani

PS: ich glaub, die Frage ist lange her aber wenn auch nicht mehr für Claudius so aber für viele noch aktuell...